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Conveners: V. Barras, Lausanne, H. Isler, Zürich.
Scientific exchange: C. Jagella, Zürich
Die Entwicklung der Neurologie und der neurologischen Wissenschaften ist lange gemeinsam mit der Entwicklung der Psychiatrie verlaufen, vor allem von 1845 (Griesinger: Geisteskrankheiten sind Gehirnkrankheiten) bis zum Ende des 19. Jahrhunderts, im deutschen Sprachraum zum Teil sogar bis kurz nach dem 2. Weltkrieg. In den letzten Dekaden haben sich die drei genannten Gesellschaften für die Geschichte dieser medizinischen Spezialfächer entwickelt. Das hat aber an der bisherigen Trennung der Psychiatriegeschichte von der Geschichte der neurologischen Wissenschaften nichts geändert. Nach wie vor forschen Psychiatriehistoriker und Spezialisten für die Geschichte der Neurologie reinlich getrennt voneinander, viel zu oft ohne Berücksichtigung der Sekundärliteratur der vermeintlichen Gegenseite, über Themen, in denen psychiatrische von neurologischen Vorgängen nicht ohne grobe Verzerrungen getrennt betrachtet werden können, etwa über Neuropsychiater wie Gudden, Hitzig, Wundt, Kraepelin, Alzheimer, Charcot, Jackson, Freud, Monakow, Adolph Meyer und Eugen Bleuler.
Als der European Club for the History of Neurology der International Society for the History of Neurosciences eine gemeinsame Tagung in Zürich vorschlug, wiesen wir darauf hin, daß gerade in Zürich die „Gehirnpsychiatrie“ (Ackerknecht) in der Entwicklung der Psychiatrie, aber eben auch der Neurologie und der Neuropsychologie Entscheidendes bewegt hat, und verlangten den Zuzug der Europäischen Gesellschaft für Geschichte der Psychiatrie (EAHP). Der Kongreß wurde so größer und auch räumlich ausgedehnt, mit einem zweiten Teil in Lausanne, auf Wunsch der Gesellschaft für Psychiatriegeschichte. Da man schon einmal am Grenzüberschreiten war, wurde damit auch noch eine weitere, intranationale Sprach- und Kulturgrenze überschritten. Dementsprechend wurden drei Kongreßsprachen geführt, Französisch, Deutsch und Englisch (Verhältnis der Bei