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Seit aus Freuds frühen Patienten (Eckstein, Gattel, Stekel) Schüler wurden, können wir von psychoanalytischer Ausbildung sprechen. In diesen individuellen Therapie- und Lehrverhältnissen steckten trotz der Pionierphase der Übertragungsanalyse schon wesentliche Elemente der noch heute aktuellen Ausbildungsproblematik.
Mit der bald einsetzenden Gruppenbildung in Wien, Zürich und Berlin, die schon 1910 zur Gründung der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung führte, bekam die psychoanalytische Ausbildung allmählich einen festen Rahmen. Hatten in den ersten Jahren die regelmäßigen wissenschaftlichen Sitzungen in Wien, Zürich und Berlin einen Stamm theoretisch beschlagener Mitarbeiter heranwachsen lassen, ohne freilich in therapeutischer Arbeit entsprechend weiterzubilden, so gab es ab der IPV-Gründung zunehmend Impulse für die berufliche Qualifizierung zum Psychoanalytiker. Zunächst dienten öffentliche Ärztekurse und -vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse in Berlin und Wien dazu, die Zahl ihrer Anhänger und ihren Einfluß in wissenschaftlichen Kreisen zu vermehren. In einem 10jährigen Entwicklungsprozeß, der durch den Ersten Weltkrieg hemmenden und fördernden Faktoren unterlag und in dem Ferenczi (1910 in Nürnberg) und Nunberg (1918 in Budapest) wichtige Stichwortgeber mit dem Ruf nach der Analyse des Analytikers waren, kam es nach dem Scheitern des geplanten ersten Behandlungs- und Ausbildungsinstituts in Budapest erst 1920 in Berlin durch Eitingon, Simmel und Abraham zur Gründung der ersten psychoanalytischen Poliklinik und Lehranstalt auf der Welt. Das hier ab 1923 etablierte dreiteilige Unterrichtsmodell (mit Lehranalyse, Theorieveranstaltungen und Behandlungen unter Supervision) hat weltweit Schule gemacht und ist im ersten Zehnjahresbericht quasi als Festschrift zum 50. Geburtstag seines Mäzens und Direktors Eitingon monographisch gewürdigt worden. Die dort niedergelegten Erfahrungen wurden zur Schaffung einer Internationalen Unterrichtskommission u