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Mit dem im vergangenen Jahr allzufrüh verstorbenen Hermann Rorschach hat die jüngere Schweizer Psychiatergeneration ihren schöpferischsten Kopf verloren. Nach mehrfachen Versuchen auf psychoanalytischem Gebiet (vgl. Zentralblatt f. Psa. II-IV) und ausgezeichneten Untersuchungen über die Psychologie, Ethnographie und Geschichte der religiösen Sektenbildung in der Schweiz (vgl. Schweiz. Archiv f. Neurol. und Psych. und 56. Protokoll des Vereines Schweiz. Irrenärzte) hat er in seinem zu einer selbständigen Psychodiagnostik ausgebildeten „Formdeutversuch“ das eigentliche Feld gefunden, auf welchem er seine ausgesprochene naturwissenschaftliche Experimentierkunst, sein geniales Menschenverständnis, seine glänzende psychologische Dialektik und seinen scharfen logischen Verstand gleichermaßen betätigen konnte. Obwohl in dieser Zeitschrift bereits ein kurzes Referat über seine „Psychodiagnostik“ erschienen ist (VIII, , S. 362), erscheint es der Bedeutung dieser Arbeit angemessen, noch einmal auf sie und ihren Autor zurückzukommen. Zugleich sei auf zwei weitere Arbeiten zum selben Thema hingewiesen, nämlich auf die unter Rorschachs Leitung entstandene Dissertation von Behn-Eschenburg (Psychische Schüleruntersuchungen mit dem Formdeutversuch, Zürich, ), worin die früheren Ergebnisse glänzend bestätigt und erweitert werden, und auf das kürzlich von Oberholzer in der Bleuler-Festschrift (Zeitschr. f. d. ges. Neurol. u. Psychiatr., 82, S. 240) veröffentlichte Manuskript eines Vortrages, welchen Rorschach wenige Wochen vor seinem Tode in der Schweizerischen Gesellschaft für Psychoanalyse gehalten hat. Der Vortrag, betitelt „zur Auswertung des Formdeutversuches für die Psychoanalyse“, enthält die eingehenden Protokolle und deren Auswertung in einem von Oberholzer analysierten, Rorschach selbst völlig unbekannten Fall von schwerer Neurose. Die von Rorschach auf Grund des Psychogrammes gestellte „Blinddiagnose“ hat die Persönlichkeit des Patienten nach Oberholzers eigenem Eingestän