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Für Zoltan Szankay
„The scientific approach to the phenomenon of human nature enables us to be ignorant without being frightened, and without, therefore, having to invent all sorts of weird theories to explain away our gaps in knowledge.“
D. W. Winnicott, Towards an Objective Study of Human Nature
Ich habe mich für diesen Titel entschieden, nachdem ich erst an einen akademisch dürren gedacht hatte, etwa: Der Übergangsraum als soziales Phänomen, dann an einen Titel in Anlehnung an einen Calderonschen Dramentitel: Winnicott oder der Traum vom Übergangsraum. Damit hätte ich gesagt, der Realist war ein Utopist, nur im Übergangsraum kann man träumen. Bei dem Titel, der es nun geworden ist, Winnicott oder das Leben, ein Übergangsraum, steckt immer noch ein bißchen von der barocken Metapher drin, aber zugleich haben wir den Realisten Winnicott, und das Utopische ist die Steigerung seines realistischen Begriffs vom Leben.
Übergangsraum ist ein psychoanalytisch gewonnener Begriff - ist seine Übertragung auf gesellschaftliche Verhältnisse überhaupt möglich? Die Frage nach der Übertragung würde nicht gestellt, würde sie nicht von vornherein als rhetorische Frage gestellt, denn es gäbe keine psychoanalytisch gewonnenen Begriffe, wären es nicht solche, die man, wenn man sie gewinnt, dazu gewinnt, daß sie eine gesellschaftliche Anwendungsmöglichkeit haben. Es wäre Winnicott gegenüber freilich peinlich, einem klinisch gewonnenen Begriff gegenüber eine isolierte Nutzanwendung zu machen (vgl. auch mein Buch „Übergänge. Spiel und Realität in der Psychoanalyse Donald W. Winnicotts“, 1987). Zumal Winnicott sie zwar nahegelegt, aber nicht durchgeführt hat. Er war ja in all diesen Fragen der angewandten Psychoanalyse ein Mann des Takts oder, Hölderlinsch gesagt, ein Mann der Ahnung. Und immerhin hat seine Ahnung eine gewisse Bresche in das Rationalitätspostulat der gesellschaftlichen Theorie und auch manch