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Diese Arbeit berichtet über eine psychoanalytische Psychotherapie, die ich vor fast zwei Jahrzehnten als Psychiater im Sozialpsychiatrischen Dienst (SPsD) und Ausbildungskandidat am psychoanalytischen Institut begann und etwa sechs Jahre später als Psychoanalytiker in freier Praxis vorübergehend abschloß (der Patient meldete sich einige Jahre später noch einmal bei mir). Sowohl Herr U. als auch ich beschritten also in unserer Zusammenarbeit den Weg von der Psychiatrie zur Psychoanalyse, was natürlich nicht nur einen Wechsel des Arbeitsortes, sondern auch einen inneren Entwicklungsprozeß implizierte, den ich in bezug auf seine Behandlung in den wichtigsten Etappen wiederzugeben versuche.
Bevor ich dies tue (wozu mir der Patient die Erlaubnis gab), erinnere ich kursorisch an einige Gedankengänge Winnicotts, da mir dessen Sichtweisen bei dem Versuch, diese Therapie nachträglich zu verstehen, sehr hilfreich waren. Wie andere Vorbilder war mir Winnicott ein hilfreicher Begleiter während meiner Sozialisation zum Psychoanalytiker. Ich kannte seine zentrale Arbeiten, hatte sie aber keineswegs als bewußte Orientierung im Sinn, als ich Herrn U. behandelte, und auch mein Supervisor führte Winnicott nicht explizit in unsere Zusammenarbeit ein. So war ich schließlich überrascht davon, wie viel von Winnicotts Denken ich in meiner Arbeit wiederentdeckte: Einiges, was mir während der Therapie mit Herrn U. als eigene Entdeckung erschien, hatte Winnicott ausführlich beschrieben. So verhalf mir die Zusammenarbeit mit Herrn U. auch dazu, Winnicott zu verstehen. Am treffendsten kann ich es mit den Worten seines Schülers ausdrücken: „Nur das Genie findet, was es nicht sucht, wir übrigen müssen uns damit zufrieden geben, das Entdeckte für uns wiederzuentdecken“ (Khan 1983, S. 12).
Bekanntlich setzte sich Winnicott für Modifikationen der Analyse ein, ohne sich in seiner Identität als Psychoanalytiker bedroht zu fühlen - etw