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Im Februar 2001 veröffentlichte ein ehemaliger Patient Masud Khans einen Bericht über seine Behandlung, den er „My lost hours on the Couch“ nannte und der - zumindest in der britischen Öffentlichkeit - einen Sturm der Entrüstung nach sich zog. Wynne Godley, der Autor des Berichts, ein prominenter Mann in England, der als Staatssekretär für Finanzen in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Ökonomie des Landes maßgeblich mitbeeinflußt hat, legt dabei eine in ihrer Nüchternheit um so schaurigere Erzählung über einen Analytiker hin, der sich ausnimmt, als sei er der Phantasie eines zu schrillen Überzeichnungen neigenden Kolportage-Autors entsprungen. Khan ist ein verlumpter und versoffener Schwindler in diesem Bericht, einer, der sich bettelnd und heulend an seinen Patienten hängt, sich in dessen Ehe einmischt, ihn mit Geschenken überhäuft, über ihn zu sozialen Vorteilen gelangen will und am Ende nur von ihm abläßt, weil D. W. Winnicott es ihm befiehlt. Es ist wichtig festzuhalten, daß Mr. Godley die Psychoanalyse schätzt und keinesfalls ein „bashing“ betreiben möchte, weder der Disziplin noch der Beteiligten. Und so verheerend er auch Khan schildert, so gibt es doch nicht einen Ton der beleidigten Unschuld oder des gekränkten Opfers, obwohl ihm dies - nach all den Atrozitäten - keinesfalls zu verübeln wäre. Godley konnte sogar sein prinzipielles Vertrauen in die Psychoanalyse so weit aufrechterhalten, daß er eine zweite Analyse unternahm, bei einem amerikanischen Ich-Psychologen, der ihm dabei half, die Retraumatisierung durch seine Analyse bei Khan durchzuarbeiten und zu überwinden.
Khans Begabung und sein blendender Charme sind notorisch, seine Arbeiten zeugen von einer sehr feinen analytischen Nase und sind immer noch mit großem Vorteil zu lesende Texte, von denen einige inzwischen ja fast Klassiker sind (etwa das kumulative Trauma oder die kleine Arbeit über das „Brachliegen“).
Winnicott wiederum steht insofern ebenfalls im Zentrum dieser Geschichte, als er i