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Nach Vorgesprächen, die bis zum Hamburger IPV-Kongreß 1985 zurückreichten, wurde das Berliner Forum für Geschichte der Psychoanalyse im Dezember 1986 gegründet. Es gab sich nach etwa zwei Jahren seinen Namen und besteht bis heute. Spiritus rector der Gründung war Ludger M. Hermanns; von den acht Gründungsmitgliedern sind gegenwärtig außer ihm noch vier, Stefan Goldmann, Regine Lockot, Johann Georg Reicheneder und Michael Schröter, dabei. In einem Vorstellungstext, der 1990 in Luzifer-Amor erschien (H. 5, S. 185), heißt es:
„Leitgedanke bei der Gründung war die Bildung einer lokalen Gruppe, in der vereinzelte Forscher, die ernsthaft und aktiv über Geschichte der Psychoanalyse arbeiten, Rückhalt, Anregung und Resonanz finden. Entsprechend bietet das Forum den Teilnehmern eine Möglichkeit, ihre laufenden Arbeiten vorzustellen und zu besprechen. Außerdem werden Literaturabende veranstaltet, Informationen ausgetauscht und Gastreferenten, aus Berlin und darüber hinaus, eingeladen.“
Diese Beschreibung gilt im wesentlichen noch immer; nur Literaturabende werden kaum mehr abgehalten. Das Forum trifft sich etwa einmal im Monat (mit Pausen während der Sommerferien und im Winter). Bisher fanden 155 wissenschaftliche Sitzungen statt. Sehr gut hat sich das Prinzip bewährt, daß die zu besprechenden Papiere nicht vorgetragen, sondern vorab verschickt und gelesen werden, so daß die ganze Sitzungszeit für die Diskussion zur Verfügung steht. Ein Großteil der Texte, die auf diese Weise im Manuskriptstadium, oft in einer Arbeitsfassung, diskutiert wurden, gelangte später zur Veröffentlichung. Das Spektrum der Themen war so breit wie die Psychoanalysegeschichte selbst; es umfaßte Details der Freud-Biographik, biographische Studien über andere Analytiker, Fragen der Organisationsgeschichte, theoriegeschichtliche Zusammenhänge und vieles mehr.
Von Anfang an galt das Prinzip, die Mitgliedschaft allein nach dem Arbeitsfeld zu bestimmen und nicht nach der Schul- oder Fachzugehörigkeit. So finden