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Vorbemerkung: Der vorliegende Beitrag mag daran erinnern, daß die »Familienbriefe« eines der großen Konvolute von Freud-Briefen sind, deren Edition im wesentlichen noch aussteht. Er umfaßt alle bisher bekannten Briefe an Mitzi und Moritz Freud, an Lilly und Arnold Marlé sowie an Erwin Magnus, den Mann von Marias ältester Tochter, Margarethe (zur Biographie der Adressaten siehe den vorstehenden Aufsatz von Tögel). Der Vollständigkeit halber wurden auch einige belanglose Stücke aufgenommen. Nicht berücksichtigt wurde ein Brief an Margarethe Freud-Magnus, der bereits veröffentlicht ist (Freud , S. 390 f.), sowie ein Brief von Martha Freud vom 12. Oktober 1904 an ihre Schwägerin Mitzi. Die Originale der Briefe liegen in der Library of Congress, Washington (Sigmund Freud Papers). - Für die Briefe © 2004 A. W. Freud et al. by arrangement with Mark Paterson, Sigmund Freud Copyrights.
Wien, 14. Aug. 88
Liebe Mitzi
Ich schicke Dir Donnerstag Geld, da ich das von Moritz zum Depot geschickte unterdeßen aufgezehrt habe u Donnerstag bestimmt eine große Zahlg erwarte. Zeiten sind sehr schlecht. Sag’ der Mutter, daß ich ihr auch am Donnerstag das Geld theilweise schicke.
Mathilde1 hat ihren vierten Zahn, ist sehr fesch. Für Gretchen haben wir in [unleserlich] einen Holzstuhl gekauft. Martha geht es sehr gut.
Herzlich grüßend
Dein Sigmund
[Briefkopf Wien]2 20. V. 1900
Ein alter Onkel, der sich noch für den Glückwunsch zu seinem Geburtstag zu bedanken hat, möchte gerne den tapferen, wieder genesenen kleinen Nichten eine Freude machen. Da er aber nicht weiß, was sie sich wünschen, bittet er Mama, es für ihn in Berlin zu besorgen. Herzlichst
Sigm