You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Man kann Daniel Paul Schreber nach der Lektüre seiner Denkwürdigkeiten und seiner Verteidigungsschrift in eigener Sache nur bewundern und bedauern. Sie zeigen das Martyrium des zeitweise psychotischen Senatspräsidenten, seine Intelligenz, Beharrlichkeit und sein herzerschütterndes Werben um Verständnis, die alle letztlich scheiterten. Seine idiosynkratische Weltsicht formulierte er klar, ja perfekt, und er verteidigte sich erfolgreich selbst vor Gericht, um sein Recht auf Mündigkeit zurückzubekommen. Dem Herausgeber Gerd Busse und dem Psychosozial-Verlag ist für einen Faksimile-Abdruck der 1903 erschienenen Erstausgabe zu danken (der allerdings keineswegs der einzige neuere Nachdruck ist). Mit enthalten sind die damaligen Werbeseiten des Buches, immer eine Freude für Historiker, ein informatives Nachwort des