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Das Heft versammelt Kurzfassungen von Abschlußarbeiten aus dem (inzwischen eingestellten) Schwerpunkt »Psychoanalytische Subjekttheorie« im (ebenfalls vom Wegfall bedrohten) Wissenschaftsbereich »Theorie und Geschichte der Psychologie« am Studiengang Psychologie der FU Berlin. Die zehn Beiträge beschäftigen sich mit der Metapsychologie Freuds, eröffnen erweiterte Denkräume im Umgang mit seinen Begriffsbildungen. Fünf von ihnen verfolgen ideengeschichtliche Aspekte und sind somit auch für den Historiker der Psychoanalyse von Interesse.
Tanja Göttgen zeichnet in ihrem Aufsatz »Auf den Spuren des Wunsches bei Freud« die Wandlungen des Wunschbegriffs vom »Entwurf einer Psychologie« über die Metatheorie in der Traumdeutung bis hin zur Narzißmustheorie von 1914 nach. Sie beschreibt, wie der Wunsch in Freuds Psychologie anfänglich noch in neurologisch-physiologischen Begriffen gefaßt, später dann hermeneutisch entschlüsselt und als regressives wie progressives »Kraftzentrum« verstanden wird, das die psychische Entwicklung des Subjekts bewegt und die Bildung psychischer Strukturen hervorruft.
Mit Freuds Suche nach den Ursprüngen seelischer Störungen, die sein ganzes Werk durchzieht, befaßt sich die Arbeit von Stefan Simon Schröder »Ursprung und Übersetzung. Betrachtung zur Nachträglichkeit«. Die Erklärungsansätze in den verschiedenen Phasen des Freudschen Werks und das letztendliche Scheitern seiner Bemühungen, dem psychischen Geschehen einen »intelligiblen Ursprung« zuzuweisen, werden dargestellt.
Daß Freud metapsychologische Fragestellungen nicht erst ab 1915 dezidiert behandelt, sondern schon in früheren Schriften, wie in seiner Witzarbeit, zeigt Bernd Niemeyer in seinem Aufsatz »… ein gewisses Maß an Unbestimmtheit …«. Er geht dabei auch der Frage nach, inwieweit Freuds Erkenntnistheorie in einer Kantischen Tradition steht.
Cora Friedrich erörtert in ihrer Arbeit »Evolutionstheoretisches und biologisches Denken in der Psychoanalyse« die naturwissenschaftlichen Einflüsse, d