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Zur Geschichte der Gruppenanalyse gibt es nur spärliche Literatur. 1998 erschien das einschlägige Themenheft von LUZIFER-AMOR mit einem internationalen Überblick. Jetzt haben Georg Gfäller und Grete Leutz einen Sammelband zur Geschichte in den deutschsprachigen Ländern herausgegeben. Hinter beiden steht die mächtige Gestalt von Annelise Heigl-Evers, einer Pionierin der Gruppenpsychotherapie hierzulande, die mit jedem der Herausgeber noch zu Lebzeiten unterschiedliche Buchprojekte geplant hatte, die diese nach ihrem Tod 2002 zu einem einzigen zusammengeschmolzen haben. Das Ergebnis trägt die Spuren eines langwierigen und mühsamen Entstehungsprozesses und kann sich dennoch sehen lassen. Werden doch von 23 Autoren, in anschaulicher und anregender Form, die Quellen und Traditionen von Gruppenanalyse, Gruppendynamik und Psychodrama in Deutschland, Österreich und der Schweiz zumeist aus Zeitzeugenperspektive kaleidoskopisch ausgebreitet, so daß selbst Kenner der Materie auf manche unbekannte Zusammenhänge stoßen werden. In der Einleitung wird ausdrücklich betont, daß den Erinnerungen der Pioniere Raum gegeben werden sollte, damit im Anschluß an die hier erzählten Geschichten »eine genaue historische Untersuchung der analytischen Gruppenpsychotherapie« folgen könne.
Im großen und ganzen wird der Sammelband seinem selbstgesetzten Anspruch gerecht. Er informiert über die örtlichen Entwicklungen in Heidelberg, Göttingen, Frankfurt und Stuttgart sowie über GRAS (aus der Perspektive seines inzwischen verstorbenen Gründers M. L. Möller) und Altaussee zuverlässig und kompetent, während z. B. andere Ausbildungsinstitute in Münster und Zürich oder gewichtige Entwicklungen in München und Berlin sowie die Lindauer Psychotherapiewochen in ihrer vielfältig stimulierenden Ausstrahlung zu kurz kommen. Viele Texte, darunter gerade einige der besonders interessanten, sind bedauerlicherweise nur wenige Seiten lang, eigentlich fragmentarisch geraten. Hervorhebenswert die ausführlicheren Beitr