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Philip R. Lehrman, M.D. (1895-1958) war 1928/29 bei Freud in Analyse. Beseelt von dem Wunsch, Freud filmen zu dürfen, mußte er diesen »Zwang« erst einige Monate analysieren lassen, bevor er die Erlaubnis bekam. »Erinnern Sie sich an meine Worte, nicht an mein Gesicht«, soll Freud gesagt haben (S. 14). 1954 stellte Lehrman eine zwanzigminütige Fassung seiner damaligen Filme zusammen, die er mit einem Kommentar unterlegte. Interessanterweise verweigerte Anna Freud ihre Mithilfe bei der Identifizierung der abgebildeten Personen. Lynne Lehrman Weiner ließ den Film nach dem Tod ihres Vaters professionell bearbeiten und versuchte vor allem, die darin gezeigten 109 Personen zu identifizieren, was ihr auch bis auf zwei Ausnahmen gelang. So entstand 1986 ein Dokumentarfilm, der seither bei zahlreichen Gelegenheiten gezeigt wurde und wird. Aus diesem Film ist der vorliegende Band erwachsen.
Seine drei Hauptteile sind:
Standphotos aus den Aufnahmen von 1928/29 - die meisten allerdings nicht, wie der Buchtitel suggeriert, von Freud selbst, sondern von frühen Analytikern -, mit dem Text der Tonspur von Lehrman sowie Kommentaren seiner Tochter;
Farbaufnahmen aus Filmen, die 1942-47 in New York gemacht wurden;
Kurzbiographien und Photos der im Film gezeigten Personen, wobei die Bilder meist vergrößerte Ausschnitte aus den Szenen des ersten Teils darstellen.
Dazu kommen eine informative Einleitung von Lehrman Weiner, der Abdruck einer Ansprache von Lehrman anläßlich einer Feier zum 100. Geburtstag Freuds als Vorwort, eine Einführung von Harold Blum sowie Schilderungen der psychoanalytischen Szene in den Städten, in denen die Aufnahmen entstanden: Berlin (E. Mühlleitner), London (K. Robinson), Paris (A. de Mijolla), Budapest (A. Haynal und J. Mészáros) und New York (N. G. Hale Jr.). Ein Appendix gibt 18 Briefe, Karten und Telegramme Freuds an Lehrman (1926-1936) wieder.
Buch und Film sind das Ergebnis der Bemühungen einer Tochter, das filmische Erbe ihres Vaters zu erhalten und der Öffent