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Der vorliegende Sammelband eröffnet ein dreibändiges Großprojekt. Während der zweite Band »Das Unbewußte in aktuellen Diskursen« und der dritte »Das Unbewußte in der Praxis« behandeln wird, bezieht sich der erste etwa zur Hälfte auf die vorpsychoanalytische Geschichte der Idee des Unbewußten in Philosophie, Medizin, Psychologie und Psychotherapie und zur anderen Hälfte auf die wichtigsten Positionen in der Geschichte der Psychoanalyse, von Freud bis zum heutigen Intersubjektivismus. Es handelt sich also um den ideengeschichtlichen Teil des Gesamtprojekts.
Die Beiträge stammen von zahlreichen Autoren aus den einschlägigen Disziplinen, hier vor allem aus Philosophie und Psychoanalyse. Die Herausgeber sind besonders intensiv beteiligt, nicht nur mit je eigenen Beiträgen, sondern u. a. auch mit einem Einleitungsessay und mit »abschließenden Betrachtungen« über »Das Unbewußte und seine Metaphern«. Die Rolle der Metaphern, besonders in der klinischen Theoriebildung, hat Michael Buchholz bereits in mehreren Publikationen untersucht. Sein eigenständiger Beitrag im vorliegenden Band bezieht sich auf »Stephen Mitchell und die Perspektive der Intersubjektivität«. Günter Gödde ist vor allem durch sein Buch Traditionslinien des »Unbewußten«. Schopenhauer - Nietzsche - Freud bekannt geworden. Im vorliegenden Band ist er für die Artikel über Nietzsche und Freud verantwortlich. In ihrem gemeinsamen Einleitungsessay skizzieren die Herausgeber ihr ideengeschichtliches Teilprogramm mit den Worten: »Philosophische, sozial- und kulturwissenschaftliche sind neben den naturwissenschaftlichen Traditionen in Freuds Theorie eingeflossen. Sich dieser Traditionsbestände zu vergegenwärtigen, ist eine der Absichten dieses Buchprojektes. Wir wollen uns versichern, […] welche gewaltige Leistung Freud erbrachte, als er philosophische Traditionen in eine psychologische Theorie und hilfreiche psychotherapeutische Praxis ›umbuchte‹ (Assmann), welche enormen Verfeinerungen und Weiterentwicklungen erfolg