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Ergänzend zu seiner wertvollen Abhandlung Via regia zum Unbewußten. Freud und die Traumforschung im 19. Jahrhundert legt Goldmann einen Wiederabdruck von fünf deutschsprachigen Arbeiten über den Traum aus den 1870er und 1880er Jahren vor: Ludwig Strümpell, Die Natur und Entstehung der Träume , Johannes Volkelt, Die Traum-Phantasie , Friedrich Wilhelm Hildebrandt, Der Traum und seine Verwertung für's Leben , W. Robert, Der Traum als Naturnothwendigkeit erklärt sowie den einschlägigen Abschnitt aus der »populär-wissenschaftlichen Darstellung« von Friedrich Scholz, Schlaf und Traum . In seiner Einleitung stützt sich Goldmann großenteils auf sein früheres Buch, wo die Autoren und ihre Werke eingehend diskutiert werden, fügt aber auch einige neue Informationen hinzu, so vor allem über Carl Du Prel und Auguste Ambroise Liébeault. Ein nützliches »Verzeichnis der Lektürespuren Freuds« vermerkt die Randstriche und Unterstreichungen in Freuds Exemplaren von Volkelt, Hildebrandt, Robert und Scholz. Mit der von Goldmann noch geplanten Edition von Karl Albert Scherners Das Leben des Traums und der Online-Ausgabe von
Alfred Maurys Le sommeil et les rêves: Études psychologiques sur ces phénomènes et les divers états qui s'y rattachent (3. Aufl. 1865) () wird die Forschung bald einen leichten Zugriff auf einige der Hauptwerke zur Traumtheorie des 19. Jahrhunderts haben.
Goldmann hat zweifellos sein erklärtes Ziel erreicht, »einige für Freud bedeutsame, z. T. schwer zugängliche Quellenschriften der deutschsprachigen Traumforschung wieder zur Verfügung« zu stellen (S. 8 f.), und mit einer Ausnahme kann man seine Textauswahl nur gutheißen. Strümpells Buch wird von den anderen Autoren in seiner Sammlung mit Respekt genannt, und auch Freud benutzt es als einen »Wegweiser in die Traumprobleme« (S. 49)1. Von Volkelt erwähnt Freud vor allem die klarere Darstellung der Traumphantasie Scherners, die dieser in einem »abstoßenden« Stil beschrieben habe, wobei allerdings d