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Maciejewski versucht, Freuds bisweilen monomanische Beschäftigung mit der Mosesfigur auf eine traumatische Wirkung des Todes seines Bruders Julius zurückzuführen: der kleine Moses sei für Freud niemand anderes gewesen als dieser frühverstorbene Bruder. Dreh- und Angelpunkt seiner These ist die Annahme, dass Julius mit zweitem (jüdischem) Namen »Moses« geheißen habe. Aber der »Nachweis« gelingt nur durch die mutige Deutung von Quellen, deren Relevanz für die These keineswegs immer einsichtig ist. Das ist übrigens ein Mangel, den auch Arbeiten von Autoren wie Didier Anzieu oder Alexander Grinstein aufweisen. Die Verquickung von wissenschaftshistorischem Anspruch mit psychoanalytisch-hermeneutischem Vorgehen mag dem Autor auf den ersten Blick einen suggestiven Argumentationsvorteil verschaffen,