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Die Photographie K. R. Eisslers, die dem Aufsatz von Thomas Aichhorn und Michael Schröter im letzten Heft von LUZIFER-AMOR beigegeben war, wurde von Eissler vermutlich Ende 1947 oder Anfang 1948 an August Aichhorn geschickt, ist also höchstwahrscheinlich im Jahre 1947 entstanden, als das Ehepaar Eissler noch in Chicago wohnte, Eissler selbst aber schon ein Zimmer in New York hatte. Wer immer Eissler gekannt hat, wird diese Photographie, die ihn als jüngeren Mann (geb. ) zeigt, als besonders gelungen empfinden. Sie trägt die Signatur »Lilli Eldé«. Das ist der Künstlername von Elisabeth Duschnitz.
Elisabeth Duschnitz, geb. Hammerschlag (1895-1993), war die Enkelin von Freuds Religionslehrer Samuel Hammerschlag und eine Tochter seines ältesten Sohnes Paul Hammerschlag.1 Nach der Heirat mit Robert Duschnitz übersiedelte das Ehepaar Ende der zwanziger Jahre nach Paris und erwarb in den dreißiger Jahren einen Landsitz in der Provence in der Nähe von Grasse, den es nach den Anfangsbuchstaben ihrer Namen »Lirodou« nannte (Lil[l]i und Robert Duschnitz) und von Anfang an auch als Refugium für Emigranten geplant hatte. Nach der Besetzung Südfrankreichs durch die deutsche Wehrmacht konnte Elisabeth Duschnitz (ebenso wie ihre Schwester Gretl Ungar) noch nach New York emigrieren.
Elisabeth Duschnitz war eine begabte Amateurphotographin. Ob sie eine Zeitlang eine photographische Ausbildung bekam oder ihr Wissen und Können auf diesem Gebiet selbständig erwarb, ist nicht bekannt. Ihre Personen- und Landschaftsaufnahmen sind von großer Empathie geprägt und zeigen eine eindrückliche Ruhe und Gelassenheit. Eine Auswahl ihrer Photographien aus der Provence sind 1979 in einem Photoband erschienen, zu dem ein befreundeter Photograph die Einleitung schrieb (La Provence Autrefois. Photographies par Eldée, Introduction par André Verdet. Paris: Editions Galilée ).
Auch die Photographie Eisslers zeigt das große Empathie-Vermögen von Elisabeth Duschnitz. Zugleich aber ist das Bild ein Beleg dafür,