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Helene Deutsch hat ihren Text über »Kontrollanalyse« als programmatische Verlautbarung der Internationalen Unterrichtskommission (IUK) zur Regelung der Analytikerausbildung verfasst. Die erste Version trug sie am 31. August 1927 auf der IUK-Sitzung beim Innsbrucker Kongress vor (IZ , S. 481; siehe oben, S. 20), auf der außerdem Sándor Radó den »Aufbau des psychoanalytischen Lehrganges« und Hanns Sachs die »Lehranalyse« behandelte.
1935 wurde Deutschs Text auf der ersten Vierländertagung in Wien noch einmal vorgelegt; Anna Freud verlas das Manuskript in Vertretung der Autorin, die aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein konnte (IZ , S. 457; siehe oben, S. 25). Eine 12-seitige maschinenschriftliche Kopie dieses Manuskripts (offenbar ein Durchschlag) liegt dem nachfolgenden Abdruck zugrunde.1 Sie ist im Eitingon-Nachlass in Jerusalem erhalten.2 Gewiss war Eitingon als IUK-Vorsitzender für das Thema »Kontrollanalyse« gleichsam ex officio zuständig. Wie aber genau das Deutsch-Typoskript an ihn gelangt ist, lässt sich derzeit nicht rekonstruieren. Die Ortsangabe »Boston« unter dem Namen der Autorin legt die Vermutung nahe, dass das Typoskript nach ihrem Umzug von Wien nach Boston im September 1935 entstand; dies ist jedoch nicht eindeutig klar, denn der Umzugsplan stand schon seit Januar 1935 fest (Roazen , S. 295).
In einer Anmerkung zum Text schreibt Deutsch, der Vortrag von 1935 sei »fast in derselben Fassung« schon früher gehalten worden. Man muss also von zwei deutschen Versionen, von 1927 und 1935, ausgehen. Da die ursprüngliche bisher unbekannt ist, lässt sich über die Unterschiede der beiden wenig sagen. Natürlich stammt der Anfang des erhaltenen Typoskripts aus dem Jahr 1935. Aber auch die beiden Schlussabsätze scheinen neu zu sein: Die auf eine Anregung von Deutsch zurückgehenden »Kontrollseminare«