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Die kurzfristige Verlegung des Tagungsortes nach Stuttgart ins Robert-Bosch-Krankenhaus, die krankheitsbedingte Abwesenheit von Fichtner und Hirschmüller, die aber erfreulicherweise später doch als Zuhörer begrüßt werden konnten, sowie der für alle ungewohnte Ort lasteten atmosphärisch besonders schmerzlich auf der Eröffnung des Symposions. Überdies litt die Tagung darunter, dass die Maxime »Eine Schreibe ist keine Rede« diesmal zu wenig berücksichtigt worden war, was den Genuss des Zuhörens zum Teil erheblich trübte. Vielleicht sollte man zukünftig doch wieder stärker die alte Regel der Mittwochs-Gesellschaft beherzigen, die ihren Referenten frei formulierte Vorträge abverlangte.
Reinhold Hanenberg: Von den Anfängen des psychoanalytischen Denkens zum Modell des Denkens im Schema des Parallelvorgangs bezog sich auf das Leib-Seele-Problem. Er plädierte für die ursprüngliche psychoanalytische Position, die zwischen Soma und Psyche zwar eine Wechselbeziehung konzediert, aber zugleich die Eigenständigkeit beider Bereiche unterstreicht. Freud kannte diese zwischen den Bereichen existierende Lücke und forderte für sie je eigene Betrachtungs- und Untersuchungsweisen, woraus sich schließlich in der psychoanalytischen Behandlungstechnik das Modell der Übertragung ergeben habe.
Friedl Früh: »… sonst bekämen wir ja Schurken statt Neurotikern«. Karl Abrahams Rezeption der Freud'schen Sexualtheorie verblüffte mit einer ungewöhnlich deutlichen Kritik an Abraham, der Freuds Sexualtheorie eindimensional missverstanden habe. Sein oft zu laxer Umgang mit psychoanalytischen Begriffen - so ordnete er den »Sadismus« fälschlich den Selbsterhaltungs- statt den Sexualtrieben zu - sei verantwortlich für eine verfolgende analytische Behandlungstechnik.
Christfried Tögel: Freud, Einstein und das Institut für geistige Zusammenarbeit in Paris dokumentierte in seinem kurzweiligen Vortrag bild- und informationsreich die Entstehungsgeschichte von Freuds Aufsatz »Warum Krieg?« , der als offener Brief