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Marie Langer (1910-1987) wurde von vielen, die für eine sich als politisch verstehende Psychoanalyse eintreten, idealisiert. In ihrer Autobiographie Von Wien bis Managua hat sie ihren langen, unkonventionellen Lebensweg beschrieben. Sie wuchs in Wien in einer bürgerlichjüdischen Familie auf, engagierte sich als Kommunistin antifaschistisch und machte eine Psychoanalyse. Ihre Verhaftung 1935 führte zu dem vieldiskutierten »Unvereinbarkeitsbeschluss« zwischen analytischer Ausbildung und antifaschistischer Tätigkeit. Ihr Lehranalytiker Richard Sterba ermöglichte es ihr trotzdem, die Ausbildung zu beenden. Langer kämpfte als Ärztin bei den internationalen Brigaden in Spanien, emigrierte nach Argentinien und war 1942 Mitbegründerin (1959 Präsidentin) der Asociación Psicoanalítica Argentina. 1974 stand ihr Name auf Todeslisten, so dass sie erneut emigrieren musste - nach Mexiko. In ihrem letzten Lebensjahrzehnt kam sie häufiger nach Europa. Ihr Leben und Werk wurden in einem Film von Lester Y. Cano Alvarez und Corinna Wichmann dokumentiert. Der Nachruf auf sie von Paul Parin sowie die Erinnerungen ihrer Jugendfreundin Else Pappenheim (, S. 257-264) sind in ihrer Authentizität besonders anrührend. Postum erschienen bei Kore einige ihrer psychoanalytisch-feministischen Arbeiten.
Raimund Bahr, Autor einer vor vier Jahren erschienenen biographischen Skizze über Langer, hat nun anlässlich ihres 20. Todestags einen schmalen Band mit einigen ihrer Studien vorgelegt, die ihre Art der Verbindung von Psychoanalyse