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Das Herbstheft 2007 von LUZIFER-AMOR (Nr. 40) mit dem Themenschwerpunkt »Kurt R. Eissler« hat eine so breite und positive Resonanz erfahren wie kein anderes Heft der letzten Jahre. Eine Form der Resonanz bestand im Angebot neuer einschlägiger Beiträge. Es lag daher nahe, ein zweites Heft zum selben Schwerpunkt zu planen. Dank dem Entgegenkommen von Emanuel E. Garcia, Eisslers Nachlassverwalter, konnte der Plan verwirklicht werden. Die sachliche Berechtigung einer solchen Akzentsetzung ergibt sich aus der Tatsache, dass Eissler für die Erforschung der Geschichte der Psychoanalyse im Allgemeinen und der Biographie Freuds im Besonderen mehr geleistet hat als jeder andere. Dies vor allem durch seine uneigennützige Sammeltätigkeit beim Aufbau des Sigmund-Freud-Archivs in der Library of Congress (Washington). Während im ersten Eissler-Heft von LUZIFER-AMOR sein Leben im Vordergrund stand, geht es jetzt vor allem um diese Seite seines Wirkens, einschließlich der damit verbundenen Kontroversen.
Einleitend zeichnet Hans Erich Troje, aus Anlass von Eisslers 100. Geburtstag, ein eindringliches Porträt des verehrten Mannes, gestützt auf über 300 Briefe, die er ab 1974 von ihm empfing. Er bietet einen biographischen Abriss, streift private Themen seines Austauschs mit ihm sowie manche der Auseinandersetzungen, in die sich Eissler mit Leidenschaft stürzte, und berichtet von dessen letztem, posthum erschienenen Werk über »Freud und die Verführungstheorie«. Was aus Trojes Skizze besonders hervortritt, ist die fast ängstliche Bescheidenheit des Mannes, der auf viele, die ihm begegnet sind, den Eindruck von »Größe« machte. In einem zweiten persönlichen Beitrag erinnert Friedrich-Wilhelm Eickhoff an die zahlreichen Publikationen Eisslers im Jahrbuch der Psychoanalyse, von einem jener charakteristischen Texte, die den Geniebegriff für Freud reklamieren, über die intensive Diskussion der Freud-Jung-Korrespondenz bis zu einem Aufsatz über die Anfänge der psychoanalytischen Technik. Nebenb