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Von der Reihe Psychoanalyse in Selbstdarstellungen liegt nun der 7. Band vor. Sie hat sich seit dem ersten Band, der 1992 erschien,1 mit ihren mittlerweile 44 zeit- und kulturgeschichtlichen Dokumenten zu einem ganz besonderen Medium entwickelt. Was hier entstanden ist, kommt nicht in den kurzen Zeitabständen eines wissenschaftlichen Periodikums heraus. Dessen Inhalte spiegeln oft die ständigen wissenschaftlichen Veränderungen wider, die aktuelle forscherische Vielfalt und gelegentlich auch die Kurzlebigkeit und Einmaligkeit von Hypothesen, Forschungsansätzen und Ergebnissen. In der hier betrachteten Reihe hingegen werden die Psychoanalyse und ihre Entwicklungen über lange Zeiträume und in längsschnittlicher Gesamtheit betrachtet. Die Beiträge gewinnen einen ganz anderen Wissenschaftscharakter. Sie sind ein unerschöpflich sprudelnder Quell für psychoanalytisch-wissenschaftliche Theorieansätze, der sich aus Berufs- und Lebenserfahrung speist.
Erneut finden sich in dem vorliegenden Band Selbstporträts von vier namhaften Psychoanalytikern. Es sind Arbeitslebensläufe von Personen, denen die Psychoanalyse in und nach den Kulturbrüchen des 20. Jahrhunderts wichtig, ja überlebenswichtig wurde. Der Leser wird einer anderen als der therapeutischen Wirksamkeit der Psychoanalyse gewärtig. Diese half den Autoren, eigene Bedeutung, Tendenz, Absicht und Stellung in inneren und äußeren geschichtlichen Zusammenhängen zu entwickeln. Unter arbeits- und werkbiographischem Blickwinkel verfertigt, erschließen die Selbstbilder nicht nur die einzelne Person, ihre intime Welt und ihre Gedanken. Die zwischen 1926 und 1931 in ideologische, soziale, politische und kulturelle Terrain- und Vernichtungskämpfe Hineingeborenen leisteten nach 1945 ihrerseits auf die eine oder andere Weise Beiträge für die Psychoanalyse und wuchsen in eine kulturell herausragende Zeitgenossenschaft hinein.
Zum Beispiel André Haynal mit der Freud-Ferenczi-Technik-Debatte, mit seinen Fanatismus-Forschungen und seinen Ar