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Die Autorin des vorliegenden Buchs, Herausgeberin der London Review of Books, stammt selbst aus der Familie, über die sie schreibt: ihre Mutter, in Lodz geboren, war eine Schwester von Motty Eitingon und eine Kusine von Max. Die Ausgangssituation: eine namhafte Literatin mit Zugang zu Familienarchiven und -traditionen, verspricht eine interessante Lektüre und neue Aufschlüsse über Max Eitingon. Zumindest das zweite Versprechen bleibt leider unerfüllt.
Die Idee zu dem Buch entstand, als Ende der 1980er Jahre die Legende aufkam, dass Max Eitingon an der Entführung eines weißrussischen Generals durch den sowjetischen Geheimdienst 1938 in Paris beteiligt, dass er selbst ein stalinistischer Agent gewesen sei und etwas mit dem Geheimdienstmann Leonid Eitingon zu tun gehabt habe, der den Mord an Trotzki organisierte. Eine gewisse Bestätigung schien diese Spekulation in der Tatsache zu finden, dass die von Max’ Vetter (und Schwager) Motty in New York geleitete Pelzhandelsfirma, aus der Max einen Großteil seines Einkommens bezog, millionenschwere Handelskontakte mit der Sowjetunion pflegte. Die Aussicht, dass Verwandte von ihr an derart sinistren und folgenreichen Ereignissen mitgewirkt haben könnten, hat die Fantasie von Mary-Kay Wilmers gereizt; sie wollte es genauer wissen.
Aber ihre betreffenden Recherchen stießen ins Leere: Es gibt keine erheblichen Verbindungen zwischen den östliehen