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Dass ein derartiges Lexikon, ein wissenschaftliches Novum, in einem deutschen Verlag erscheint, nachdem einer der beiden Herausgeber, der Frankfurter Sexuologe Volkmar Sigusch, ein Jahr zuvor im selben Verlag eine groß angelegte Geschichte der Sexualwissenschaft, ebenfalls ein Novum, vorgelegt hat, ist offenbar kein Zufall. Die wichtigen sexualwissenschaftlichen Pioniere seien immer Deutsche gewesen, bemerkte schon vor hundert Jahren der englische Sexuologe Havelock Ellis, und dieses Urteil gilt auch für Pioniertaten wie diese. Eine wirklich plausible Erklärung dafür, warum die Sexualwissenschaft bis heute so stark unter deutscher Dominanz steht, gibt es übrigens nicht.
In 197 biobibliograhischen Beiträgen, verfasst von 60 Autoren aus verschiedenen Ländern, werden insgesamt 199 Protagonisten der Sexualwissenschaft mehr oder minder ausführlich vorgestellt. Die umfänglichsten Artikel sind naturgemäß den Wissenschaftlern gewidmet, die als Wegbereiter der Sexuologie