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Den Themenschwerpunkt dieses Hefts bildet eine Festgabe für Ludger M. Hermanns, den langjährigen Mit-Herausgeber von LUZIFER-AMOR, aus Anlass seines 60. Geburtstags. Die Idee dazu stammt von Regine Lockot, die auch die Beiträge gesammelt und in einem Privatdruck vereint hat, der dem Geehrten bei seiner Geburtstagsfeier im September 2010 überreicht wurde. Hier ein redigierter Auszug aus der Übergaberede von Michael Schröter:
»Lieber Ludger,
die Geschichte der Psychoanalyse nimmt im Spektrum Deiner Aktivitäten, quantitativ betrachtet, einen relativ schmalen Raum ein. Aber gewiss gibt es keinen Bereich Deines Berufslebens, in dem Du eine ebenso tragende und unersetzliche Rolle spielst wie hier.
Du verdankst diese Rolle primär Deinen vielfältigen organisatorischen Leistungen, für die Du eine besondere Begabung hast. Zu ihnen gehört Deine Arbeit als Gründer und Leiter des Archivs für Geschichte der Psychoanalyse, auch Deine Funktion als Zeitschriftenherausgeber. Aber davon will ich heute nicht reden. Ich spreche als Vertreter einer »Institution«, die in meinen Augen mehr als andere Deine Handschrift trägt: des Berliner Forums für Geschichte der Psychoanalyse.
Wir beide haben uns im Sommer 1985 beim Hamburger IPV-Kongress vor den Tafeln Eurer eindrucksvollen Ausstellung zur Geschichte der Psychoanalyse in Deutschland kennengelernt. Es muss Deine Initiative gewesen sein, dass wir ins Gespräch kamen, denn Du bist ein leidenschaftlicher Netzwerker. Damals erzähltest Du mir von Deinem Plan, einen Kreis zu gründen, der alle Leute versammeln sollte, die in Berlin über Geschichte der Psychoanalyse forschen. Ein gutes Jahr später wurde der Plan verwirklicht. Von den acht Gründungsmitgliedern gehören heute noch fünf zu unserem Kreis: außer Dir und mir Stefan Goldmann, Regine Lockot und Hans Reicheneder.
Von Anfang an haben wir eigene, unveröffentlichte Arbeiten besprochen. Das heißt, wir bildeten füreinander eine kleine, private scientific community. Im Lauf der Zeit haben die Mitglied