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Ab 1982 machte ich vor der Mensa der Freien Universität Berlin einen Büchertisch, wo ich gebrauchte geistes- und sozialwissenschaftliche Bücher anbot. Relativ schnell stellte sich heraus, dass man viel mehr absetzen könnte, wenn man mehr Nachschub hätte, und da die Trödelläden, Flohmärkte und andere private Quellen nicht genug hergaben, fing ich an, bei Verlagen anzufragen, ob es möglich sei, dort direkt Restauflagen oder Mängelexemplare zu erwerben. Es war eine Zeit, in der das Moderne Antiquariat erst anfing, die Verlage waren noch kaum darauf eingerichtet. Beim Fischer-Verlag hatte ich relativ schnell Erfolg, und ich konnte eine Zeitlang in Frankfurt vor Ort aus einem Lagerbestand die Titel auswählen, die ich dann an meinem Büchertisch zu reduzierten Preisen verkaufte. Unter ihnen war auch der Hausautor Sigmund Freud vertreten. Die Nachfrage war da, wir hatten Stammkunden, die schon warteten, wenn ich mit einer neuen Lieferung kam. Sie standen dann mit ihrem Zettel da und schauten, ob etwas für sie dabei war. Und einige fragten auch gezielt nach Freud.
Von diesen Kunden hörte ich mit der Zeit, dass es in Berlin ein »Forum« gab, eine Arbeitsgruppe, die sich speziell mit der Geschichte der Psychoanalyse beschäftigte, und dass sie selber dort Teilnehmer waren oder werden wollten. Zu ihnen gehörten Hans Reicheneder und Stefan Goldmann, Mai Wegener und Andrea Huppke. Sie haben mich als Händler sozusagen kontinuierlich gefördert, sie sagten mir Titel, die sie suchten, und gaben mir ganze Listen mit. In der Zeit vor dem Internet war es ja viel mühseliger, Dinge zu finden. Langsam begann ich, bei meinen Besuchen in anderen Antiquariaten und bei meinen sonstigen Ankäufen, darauf zu achten, ob ich etwas sah, was mir dann einer dieser hochmotivierten Kunden auch wieder abnehmen würde. Und so wurde ich in kleinen Schritten eine Art Fachbuchlieferant für wenige Personen. Sie haben das Tagesgeschäft nicht dominiert, aber es war eine auf gegenseitiger Sympathie aufbauende Bezieh