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Ceci n'est pas une pipe
Vorbemerkung: Der Zusatz zum Vereinsnamen »gegr. 1910« wurde von der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) nach ihrem Ausschluss aus der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV/IPA) und im Gefolge der 1950/51 eingetretenen Abspaltung der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) benutzt. Er ersetzte die Unterzeile »Zweigvereinigung der IPV«, war im Lauf der Jahre Anlass für viele vereinsinterne Konflikte und wurde unter heftigen Auseinandersetzungen im Zuge der Wiederannäherung der DPG an die IPA abgeschafft. Inzwischen, nach der Wiederaufnahme der DPG, heißt der Namenszusatz wieder »Zweig der IPA«.
Die jahrelangen Verhandlungen der DPG mit der IPA hatten zum Ergebnis, dass die DPG als Fachgesellschaft inzwischen wieder vollwertiges IPA-Mitglied ist, jedoch nur ein Teil ihrer Mitglieder - diejenigen, die sich einer Überprüfung ihrer IPA-Tauglichkeit durch ein IPA-Prüfungsgremium unterzogen haben. Der weit größere Teil der DPG-Mitgliederschaft hat das nicht getan. Das war vorauszusehen, vielleicht auch beabsichtigt oder doch gern in Kauf genommen: Es gab in der IPA ja erhebliche Vorbehalte, die sich u. a. auch auf die große Anzahl der DPG-Mitglieder bezogen. So verfiel man auf die gewagte Konstruktion eines sogenannten Two-Track-Modells für die DPG: Neben dem IPA-Track besteht nun ein weiterer, der die Tradition der Nachkriegs-DPG fortführen soll. Idealerweise sollen beide Tracks gleichberechtigt nebeneinander existieren. Die Realität aber sieht anders aus. Zum Beispiel war es eine nicht verhandelbare Bedingung der IPA für die Aufnahme, dass immer ein IPA-Mitglied den Vorsitz in der DPG innehaben muss - was dann auch in der Satzung festgeschrieben wurde. IPA-Mitglieder dürfen sich selbstverständlich an allen Ausbildungsaktivitäten der DPG beteiligen, Mitglieder ohne IPA-Status an Aktivitäten des IPA-Tracks nicht. Das könnte sinnvoll sein, wenn die Entwicklung sehr schnell den Verlauf nähme, den ein über