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Um abgeschlossene und laufende Arbeiten des Archivs zur Geschichte der Psychoanalyse e. V. vor- und zur Diskussion zu stellen, um Einblick in verschiedene Forschungsansätze, Archivbestände, Nachlässe und den Umgang mit ihnen zu geben, kamen nach einer eineinhalbjährigen Pause 22 Vereinsmitglieder und Interessierte zur 2. Wissenschaftlichen Konferenz des Archivs zur Geschichte der Psychoanalyse zusammen - diesmal in Berlin. Nach einer kurzen Begrüßung des Vereinsvorsitzenden Ludger Hermanns gab es sieben Referate zu den verschiedensten forschungs- und quellenbezogenen Themen der Psychoanalysegeschichte.
Den Auftakt machte die einzige Fachfrau des Kreises, die Berliner Historikerin Barbara Jakoby, die 2004-2007 das DPV-Archiv erschlossen hat. Sie gab zunächst einen Abriss ihres beruflichen Werdegangs und dann informative und praktische Einblicke in ihr Projekt. Der Gewinn des Beitrags war ein doppelter: Jakoby führte ein fachfremdes Publikum in das Handwerk der professionellen Erschließungsarbeit ein und stellte zugleich das DPV-Archiv seinen potenziellen Benutzern vor. Eine erste Sichtung hatte vier Regalmeter gelochter DIN-A4-Blätter in Aktenordnern sowie 2 Kästen mit 700 Karteikarten und Fotos aus insgesamt sehr unterschiedlichen Materialgruppen der Jahre 1930-1985 ergeben. Zunächst mussten die Grundsatzfragen geklärt werden: Wie und wie umfangreich soll erschlossen werden? Jedes Dokument einzeln oder ganze Konvolute/Ordner? Nur formal (Titel, Zeit) oder auch inhaltlich (Schlagworte, Beschreibung)? Was möchte man am Ende haben (Findbuch, Datenbank)? Wenn computergestützt, welche Software verwendet man? Wie kann der Bestand ordnungsgemäß gelagert und konserviert werden? Wer trifft die Entscheidungen? etc. Eine Regelung für besonders wertvolle bzw. datenschutztechnisch heikle Archivalien musste gefunden werden. Briefe von Emigranten (teilweise Autografen), Unterlagen mit personenbezogenen Daten (z. B. aus der Ausbildung), Material, das (z. B. juristische) Konflikte de