You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Borch-Jacobsen stellt in diesem kleinformatigen Band (12 x 16,5 cm) 31 namentlich bekannte Patientinnen und Patienten Freuds vor: Bertha Pappenheim, Ernst Fleischl von Marxow, Mathilde Schleicher, Fanny Moser, Anna von Lieben, Pauline Silberstein, Elise Gomperz, Adele Jeiteles, Ilona Weiss, Aurelia Kronich, Emma Eckstein, Olga Hönig, Marie von Ferstel, Margit Kremzir, Ida Bauer, Anna von Vest, Bruno Walter, Herbert Graf, Ernst Lanzer, Elfriede Hirschfeld, Albert Hirst, Viktor von Dirsztay, Sergius Pankejeff, Bruno Veneziani, Elma Pálos, Loe Kann, Karl Mayreder, Margarethe Csonka, Anna Freud, Horace Frink und Carl Liebman. Auf 1 (Kremzir) bis 13 Seiten (Frink) bringt er jeweils, soweit »aus den bisher zugänglichen Dokumenten«1 bekannt, ihre Kurzbiographien und beschreibt die Behandlungen und deren Folgen. Er beschränkt sich dabei auf Personen, die eine Analyse aus therapeutischen, nicht didaktischen Gründen machten und über die wir genug wissen, um »eine biographische Notiz, und sei sie auch noch so kurz, zu rechtfertigen«. Sein Ziel ist es, dem Leser die Möglichkeit zu geben, sich aufgrund dieses zwar nicht vollständigen, aber »repräsentativen« Samples ein Bild »von der tatsächlichen klinischen Praxis Freuds« zu machen, »jenseits der fabelhaften Berichte«, die er selbst darüber gegeben habe (alle Zitate S. 5). Dabei stützt sich Borch-Jacobsen zum großen Teil, fallweise ausschließlich, nicht auf eigene Recherchen, sondern auf Arbeiten anderer ForscherInnen, wie er summarisch im Vorwort anmerkt (S. 6), wobei die Formulierungen und Darstellungen einzelner Kapitel doch die Grenzen eines Plagiats streifen, ohne sie allerdings je zu überschreiten.
Borch-Jacobsen betont ausdrücklich, dass er »keine Kommentare« zu den Fakten liefern wolle, sondern sich ausschließlich »auf die Oberfläche der Fakten« beschränke (S. 6). In einem Interview, das parallel zum Erscheinen des Buchs in der Zeitschrift Cercle Psy im November 2011 erschien, unterstreicht er nochmals, dass er es sich »v