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Shaked verbindet zwei Erzählungen in einem geschichtlichen Strang - die seiner
beruflichen Entwicklung als Psychoanalytiker und Gruppenanalytiker und die seiner bewegenden Biographie: Kindheit in Israel, Studium in New York, Ausbildung als Psychoanalytiker bei Igor Caruso in Wien; in einem weiteren Teil schildert er seine Mitwirkung bei der Entwicklung der Gruppenanalyse mit dem Schwerpunkt der Leitung psychoanalytischer Großgruppen. Es ist ein originelles, Interesse weckendes, auch in persönlichem Stil geschriebenes Buch, in dem philosophisch-ideengeschichtliche Zusammenhänge, gesellschaftliche Vorgänge wie die 1968er Studentenbewegung und die Geschichte der Psychoanalyse Freuds bis in die heutige Zeit miteinander behandelt werden.
In den 10 Kapiteln des ersten Teils gibt Shaked dem Leser Einblicke in seine Migrationsgeschichte und seine Erfahrungen mit Aspekten jüdischer Kultur und Herkunft, setzt sich kritisch mit der schillernden Figur Carusos auseinander und beschreibt seine Entwicklung von der Gruppendynamik über Erfahrungen als Psychiater hin zur analytischen Gruppenpsychotherapie. Dabei werden immer wieder die dunklen Kapitel der Verwicklungen des Gesundheitswesens mit der Naziherrschaft in Österreich angerissen, auch die von ihm erlebten Schwierigkeiten der gesellschaftlichen Auseinandersetzung damit, besonders schmerzlich angesichts der Teilhabe Carusos am Euthanasieprogramm der Nazis in der Wiener Jugendfürsorgeanstalt »Am Spiegelgrund«.
Wie um den mehr als 30-jährigen Entwicklungsprozess der von ihm mitbegründeten Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Gruppenanalyse in Altaussee vorzubereiten, stellt Shaked im zweiten Teil die Entwicklungen der Psychoanalyse dar, von der Triebtheorie bis hin zur englischen Psychoanalyse mit ihren Konflikten und Fraktionen. In ausführlicher Diskussion und Kritik der amerikanischen Ich-Psychologie und deren langdauernder Macht in den USA zeigt er den Aufstieg wie das Verblassen der Kohut'schen Selbstpsychologie; danach w