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Freuds zahlreiche Bezugnahmen auf antike Autoren sind von der Forschung als eine starke Traditionslinie der Psychoanalyse gewürdigt worden. Obwohl Freud in Massenpsychologie und Ich-Analyse die psychoanalytische »Libido« mit dem platonischen »Eros« gleichsetzt, zitiert er Platon - etwa im Vergleich zu Aristoteles - selten unmittelbar. Marco Solinas’ Parallellektüre untersucht, wie viel tatsächlich vom Corpus Platonicum in Freuds Texten steckt. Insbesondere in Platons Traum- und Wunschtheorie aus dem achten und neunten Buch des Staates erkennt er eine theoretische Grundlage von Freuds Denken. Damit eröffnet