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Endlich, so möchte man sagen, ist dieser für die Geschichte der Psychoanalyse so wichtige Briefwechsel erschienen. Zum ersten Mal bin ich auf seine Existenz in einem Vortrag von Arnold Cooper gestoßen, den er 1982 als damaliger Präsident der American Psychoanalytic Association gehalten hat. Er zeichnet darin die Entwicklung der Psychoanalyse nach als einer Bewegung, die sich aus einer Schar von überzeugten Anhängern gebildet hatte, und beschreibt die Folgen dieser Organisationsform für ihren Status als Wissenschaft. Dabei kommt er auf die Bedeutung zu sprechen, die Eugen Bleuler als Professor für Psychiatrie und Direktor des Burghölzli in Zürich für Sigmund Freud hatte, und zitiert aus dem Briefwechsel. Als Resümee schreibt er (1982, S. 252): »In retrospect, I think Freud was correct in his insistence on establishing psychoanalysis as a movement of adherents to his ideas, rather than allowing, as Bleuler wished, for free scientific interplay to determine, over time, the correctness of his views. The result was that psychoanalysis became a powerful force in our culture within decades rather than within centuries. The price, however, was relative isolation from the academic community and from the other sciences, a price Bleuler clearly foresaw.«
Ich habe diese Stelle in dem Vortrag nie vergessen und mir später, als ich mich in anderen Zusammenhängen mit der Psychoanalyse als Wissenschaft auseinandersetzen musste, die Quelle, aus der Cooper zitiert hatte, beschafft. Es war eine Veröffentlichung aus dem Jahr 1965 von Franz Alexander und Sheldon Selesnick, mit zahlreichen Exzerpten aus der Korrespondenz zwischen Freud und Bleuler. Alexander hatte von Manfred Bleuler und von Ernst Freud die Erlaubnis zum Abdruck erhalten. Thematisch zentrierten sich diese Exzerpte um Bleulers Rückzug aus der neu formierten Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV). Die Autoren zogen ihrerseits folgende Schlussfolgerung aus dem dargestellten Briefmaterial (Alexander u. Selesnick