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»Er ist nur ein Trompeter, und doch hab ich ihn lieb«, soll Freud über Stekel gesagt haben (S. 115) - bis, nun ja, bis er ihn nicht mehr lieb hatte … Hatte er ihm noch 1911 versichert, er wüsste nicht, was sie je trennen könnte (laut Stekel selbst: S. 110), so sind seine Briefe nach ihrem Bruch voll der stärksten Invektiven, und auch im Druck findet sich wenig Schmeichelhaftes über den »völlig verwahrlosten W. Stekel« (S. 96). Freuds negative Einschätzung - Stekel sei zwar talentiert und mit einer Spürnase für das Unbewusste begabt, aber oberflächlich, charakter- und skrupellos (»das Schwein findet Trüffeln«: S. 176) - wurde von Jones in seiner Freud-Biographie wiederholt und festgeschrieben und hat sich bis heute unhinterfragt erhalten. Dieses Bild will das vorliegende Buch korrigieren, ja geradezu auf den Kopf stellen.
Es ist die verspätete Publikation einer Dissertation aus dem Jahr 1999 (University of Sussex), in der also, mit Ausnahme der Einleitung, noch nicht Bezug auf das zweite Buch genommen wird, das sich ein ähnliches Ziel gesetzt hat.1 Clark-Lowes will eine Neubewertung