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Dieser als Festschrift zum 80. Geburtstag Gerhard Fichtners am 4. April 2012 konzipierte Band, dessen Titel auf die spezifische Vielseitigkeit des Jubilars verweist, wurde nach seinem Tod am 4. Januar 2012 zu einem sehr begrüßenswerten Gedenkbuch. Auf einem aus dem Jahr 2008 entstandenen Photo CHC Geiselharts empfängt Fichtner den Leser mit einem ernsten und aufmerksamen Blick.
Vier ihm besonders nahestehende Autoren schreiben zur Person. Albrecht Hirschmüller war mit der Monographie Physiologie und Psychoanalyse in Leben und Werk Josef Breuers sein Doktorand und blieb wissenschaftlich und freundschaftlich sein Weggefährte, nicht zuletzt durch die mit Ilse Grubrich-Simitis geteilte Herausgabe der Brautbriefe von Sigmund Freud und Martha Bernays, deren ersten Band Fichtner noch zu Gesicht bekam. Ludger Hermanns war ihm durch die gemeinsame Tätigkeit im Vorstand des Vereins »Archiv zur Geschichte der Psychoanalyse« und als Redakteur des Jahrbuchs der Psychoanalyse verbunden. Hirschmüller und Hermanns als Herausgeber zeichnen in ihrer Laudatio den ungewöhnlichen Lebensweg des Geehrten nach, erwähnen die Prägung des in Thüringen geborenen Pfarrerssohns durch die Zugehörigkeit zum Leipziger Thomanerchor, die markanten ästhetischen Interessen an Kalligraphie, Schriften und Bildender Kunst, den Wunsch, Missionsarzt zu werden, der, in der DDR nicht realisierbar, nach dem Studium der Theologie in Leipzig in den Westen führte, wo sich ein Studium der Medizin an deutschen und Schweizer Universitäten anschloss, und die Berufung auf den Tübinger Lehrstuhl für Geschichte der Medizin noch vor Abschluss seiner Habilitationsarbeit. Sie konzentrieren sich dann auf die Schwerpunkte von Fichtners Tätigkeit: die lokale Tübinger Medizingeschichte einschließlich der Antrittsvorlesung »Hölderlin und das Problem der Pathographie«, die virtuose Verwendung der elektronischen Datenverarbeitung, die zur Datenbank PHS (Periodica Historiae Scientiarum) führte, die Nutzung der EDV auf dem Forschung