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Der Autor formuliert das Ziel, »Einflüsse verschiedener Personen und Umstände« auf Freuds »Entwicklung von Ideen systematisch zu erforschen … und damit einen relevanten Beitrag zur psychoanalytischen Ideengeschichte zu leisten« (S. 9). Zu diesem Zweck formuliert Barth fünf Kategorien:
Einflüsse aus Freuds familiärem Umfeld
Ideeneinflüsse von Personen zu Freuds Zeit
Ideeneinflüsse von Personen vor Freuds Zeit
Freuds Denken und wissenschaftliche Arbeitsweise
Sonstige Einflüsse (z. B. Mythen und Sagen).
Über die meisten traditionellen Ansätze hinaus gehen die Überlegungen des Autors zur 4. Kategorie. Hier untersucht er z. B. das »Zusammenspiel von Induktion und Deduktion« bei Freud selbst, der sich dadurch gleichsam selbst Ideen gab.
Im Zentrum des Buches (170 von 341 Seiten) steht der Nachweis von Einflüssen entwicklungsgeschichtlicher Ideen, in erster Linie der von Jean-Baptiste Lamarck und Ernst Haeckel. Im Ergebnis formuliert der Autor neun Erkenntnisse (S. 302-304). Er postuliert einen starken »impliziten« Einfluss dieser Ideen auf Freud bis hin zu seinen letzten Veröffentlichungen. »Die Ideeneinflüsse von Lamarck und Haeckel sind eng mit Freuds Entwicklung der Psychoanalyse als Behandlungsmethode und Wissenschaft verbunden. Innerhalb der psychoanalytischen Theorie betreffen die Ideeneinflüsse Lamarcks und Haeckels nicht nur den Bereich von Freuds ›angewandter Psychoanalyse‹ (Biographien, Schriften zum Ursprung der Religion, Gesellschaft, Kunst, Literatur etc.), sondern auch jenen der psychoanalytischen Behandlung von Patienten (z. B. Abwehrmechanismen, Neurosenlehre, Traumdeutung, psychosexuelle Entwicklung) sowie die Metapsychologie« (S. 302).
Obwohl es dem Autor offensichtlich sehr wichtig ist, das entwicklungsgeschichtliche Denken besonders von Lamarck und Haeckel bei Freud nachzuweisen, findet sich im Kapitel »Ergebnisse« auch eine 8-seitige Tabelle mit Personen und deren Ideen, die Einfluss auf Freud hatten. Die Tabelle enthält 48 Namen und 84 Ideen einschließlic