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Auch bei größtem Bemühen um Sorgfalt macht jeder Autor und Herausgeber Fehler, ob aus Versehen oder Nicht-Wissen. Bei wissenschaftlichen Editionen (und anderen Quellen- oder Nachschlagewerken), deren Wert an ihre Zuverlässigkeit gebunden ist, fallen sie besonders ins Gewicht. Zweitauflagen, die neu gesetzt werden und die Möglichkeit zur Korrektur bieten, kommen fast nie zustande. Im Fall der vollständigen Briefe von Freud an Wilhelm Fließ (Freud 1986) hat der Verlag für die »2. Auflage« eine Liste von »Errata und Addenda« gedruckt und dem unveränderten Buch beigefügt. Dieses Verfahren gab und gibt einem Herausgeber immerhin die willkommene Möglichkeit, Mängel seiner Arbeit, die ihm im Lauf der Zeit aufgefallen oder mitgeteilt worden sind, zu benennen und zu berichtigen.
Im Folgenden wird eine solche Liste für die Edition des Briefwechsels zwischen Sigmund Freud und Max Eitingon (2004)1 vorgelegt. Sie beschränkt sich auf ausgesprochene Fehler, ignoriert unwesentliche Kleinigkeiten und verzichtet insbesondere auf die Aufnahme von Addenda, die heute, nachdem der Eitingon-Nachlass für die Forschung zugänglich geworden ist, in großer Zahl möglich wären. Vielmehr wird dieser Nachlass, wie auch die neuere Forschungsliteratur, nur in ausgewählten Fällen zur Berichtigung von direkten Falschaussagen berücksichtigt. Eine systematische Neubearbeitung der Briefe auf der Basis des gesamten heute bekannten Quellenmaterials muss, wenn überhaupt, einer historisch-kritischen Freud-Ausgabe vorbehalten bleiben. Einige kleinere Beispiele, wie das Material des Eitingon-Nachlasses bestimmte Passagen der Korrespondenz beleuchtet, habe ich inzwischen in separaten Aufsätzen publiziert (Schröter 2008; 2011). Ein gewichtiges Beispiel bietet der in diesem Heft veröffentlichte Aufsatz von Ginor und Remez (2015).
Für Besitzer der beiden Bände des Eitingon-Briefwechsels, die keine Abonnenten von LUZIFER-AMOR sind, soll die Möglichkeit geschaffen werden, die Corrigenda-Liste als Einzelpub