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Vor 19 Jahren erschien ein Themenheft von LUZIFER-AMOR über Melanie Klein (Heft 17, 1996), mit Untersuchungen zu ihrer Theorie und Technik und zu ihrem Einfluss auf die British Psychoanalytical Society. Zu den wichtigsten Schülern Kleins gehörten auch einige Emigranten aus Deutschland, von denen Paula Heimann ihre Ausbildung bereits in Berlin absolviert hatte, während Herbert Rosenfeld erst in London die Psychoanalyse für sich entdeckte. Beide haben nach 1945 bedeutsame Impulse für den Neuaufbau und die theoretische Orientierung der westdeutschen Psychoanalyse gegeben. Herbert Rosenfeld wurde unlängst auf einer Tagung des Psychoanalytischen Institutes Nürnberg-Regensburg der DPG am 5.10.2014 anlässlich seines hundertsten Geburtstages gefeiert. Die Initiatoren und Leiter dieser Veranstaltung, Marco Conci und Harald Kamm, haben sich dankenswerterweise bereit erklärt, LUZIFER-AMOR die Tagungsbeiträge zu überlassen und den betreffenden Themenschwerpunkt als Gastherausgeber (und Übersetzer) mit zu betreuen.
Einleitend stellen die beiden Mitherausgeber die Vorgeschichte, den Ausgangspunkt und die Beiträge der Referenten sowie den Verlauf der Tagung dar, die am historischen Ort der Gründung der IPV 1910 in Nürnberg stattgefunden hat. - Rosenfelds Tochter, die Gruppenanalytikerin Angela Rosenfeld aus Sheffield, bringt uns das private Leben ihres Vaters anhand vieler Fotos aus dem Familienalbum nahe, die von ihrem Ehemann Paul Schatzberger bearbeitet und von uns für die Publikation aus der Fülle des in Nürnberg Gezeigten ausgewählt wurden. - Franco de Masi zeichnet Rosenfelds tatkräftiges und durch seinen Tod abrupt beendetes Wirken in Italien nach. Er betont, dass Rosenfeld in seinen italienischen Seminaren (die publiziert sind) neue klinische Horizonte eröffnete und einige Gesichtspunkte infrage stellte, die er selbst bzw. die kleinianische Gruppe früher vertreten hatten. - Claudia Frank sucht in einer detaillierten Studie nach Rosenfelds frühen Spuren in der Psychoanalyse