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Am 26. und 27. Oktober 2012 veranstaltete das Institut für Psychoanalyse Nürnberg-Regensburg (IPNR) in Nürnbergs Neuem Museum aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens eine wichtige und sehr schöne Tagung, deren Vorträge und Grußworte im Frühjahr 2013 in einem kleinen bebilderten Büchlein erschienen (Ehl u. Frink 2013). Zusammen mit meiner Frau Doris und einer Gruppe von Münchner Kolleginnen und Kollegen genossen wir die Tagung und die Stadt sehr, wobei ich als Historiker der Psychoanalyse besonders begeistert war, in Nürnberg zu sein, weil hier die Internationale Psychoanalytische Vereinigung gegründet und Herbert Rosenfeld geboren wurde - beides im Jahre 1910. Erst nach meinem Eintritt in das Nürnberger Institut einige Zeit später wurde mir klar, dass das IPNR Herbert Rosenfelds Nürnberger Wurzeln und Werk bisher noch gar nicht gewürdigt hatte.
Mir war Herbert Rosenfeld seit vielen Jahren eine vertraute Persönlichkeit der Psychoanalyse, seit ich Mitte der 1980er Jahre anfing, die psychoanalytischen Veranstaltungen von Salomon Resnik in Venedig zu besuchen. In Buenos Aires 1920 geboren und aufgewachsen, war Resnik Ende der 1950er Jahre nach London gegangen, um sich bei Melanie Klein weiter auszubilden; in den 1960er Jahren war er bei Bion in Supervision und bei Rosenfeld in Analyse. Von Rosenfeld, z. B. seinem Umgang mit Träumen, sprach Resnik oft.
Ende der 1980er Jahre, als Kandidat beim Mailänder IFPS-Institut, hatte ich Rosenfelds zweites Buch gelesen, das mit dem unrichtigen, aber nicht unbegründeten Titel Comunicazione e interpretazione 1989 übersetzt worden war. Zwei Jahre zuvor war es als Impasse and interpretation in London erschienen und 1990 in der Übersetzung von Max Looser unter dem Titel Sackgassen und Deutungen beim Verlag Internationale Psychoanalyse herausgekommen.
Im Dezember 2013 nahm ich in Brescia an einer Tagung teil, auf der Salomon Resnik - der heute imm