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Der Briefwechsel zwischen Sigmund Freud und Oskar Pfister ist ein erstaunliches Dokument. Er gehört nicht zu den zentralen Ereignissen der Psychoanalysegeschichte wie die Briefwechsel Freuds mit Fließ oder Ferenczi. Doch hat er aus mehreren Gründen ein gutes Gewicht, das erst durch diese Neuausgabe richtig erkennbar wird. Die Erstausgabe dieser Freud-Pfister-Briefe 1963 durch Ernst L. Freud und Heinrich Meng umfasste 129 Briefe, die noch um viele Passagen gekürzt waren, welche man als indiskret einschätzte. Nun sind 215 Briefe daraus geworden. Die Briefe sind nahezu vollständig wiedergegeben und durch textkritische und inhaltlich erläuternde Fußnoten ausgesprochen leserfreundlich erschlossen. Insbesondere waren viele der Briefe Pfisters für die alte Ausgabe nicht zugänglich gewesen; nun konnten sie aufgefunden werden. Für die Zeit zwischen und sind sie allem Anschein nach dauerhaft verloren - mit einer gewichtigen, im Eitingon-Nachlass gefundenen Ausnahme