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Herbert Will, Psychoanalytiker, Theologe und Philosoph, stellt in diesem Buch zwei miteinander verschränkte Themen in den Mittelpunkt. Das erste Thema ist »das Schicksal der Religion in der Moderne« (S. 9), d.h. der Niedergang des Glaubens, der im 16. Jahrhundert einsetzt und einen dramatischen Höhepunkt erreicht in Nietzsches Diktum vom Tod Gottes. Die Erkenntnis des Zuendegehens einer religiös bezauberten Welt bildet einen Kontext für die Frage, wie drei Protagonisten der Entzauberung, Freud, Weber und Wittgenstein, sich diese Erkenntnis zu Eigen gemacht und durchgearbeitet haben. An ihrem Beispiel zeigt Will wie »vielfältig, widersprüchlich und individuell das moderne Subjekt seine religiösen, anti- oder areligiösen Überzeugungen ausbildet« (S. 9). Will schließt sich damit implizit der gegenwärtigen Literatur zum Thema Religion, Moderne und Säkularisation an, indem er nämlich die Komplexität und Ambiguität religiöser Traditionsbildungsprozesse in der Moderne anhand seiner Untersuchungen bestätigt. So zeigt Will im Grunde genommen, dass die in der soziologischen und psychologischen Religionsforschung meist verwendeten Kategorien und Begriffe im Grunde genommen