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Als Freud versuchte, seine Patientin »Elisabeth von R.« in Hypnose zu versetzen, musste er feststellen, dass das bei ihr nicht möglich war; er schrieb (1895d, S. 263 f.):
In solcher Nothlage gerieth ich auf den Einfall, jenen Kunstgriff des Drückens auf den Kopf anzuwenden, über dessen Entstehungsgeschichte ich mich in der vorstehenden Beobachtung der Miss Lucy ausführlich geäussert habe. Ich führte ihn aus, indem ich die Kranke aufforderte, mir unfehlbar mitzutheilen, was in dem Moment des Druckes vor ihrem inneren Auge auftauche oder durch ihre Erinnerung ziehe.
Das war die Geburtsstunde der »Freien Assoziation« als Technik der psychoanalytischen Therapie. Freud ging bei der Einführung dieser Technik davon aus, dass die »freie Assoziation« in Wirklichkeit determiniert war durch die unbewussten Wünsche und Konflikte, die zu den neurotischen Symptomen führten.
In den Sigmund Freud Papers der Library of Congress, Washington (im Folgenden SFP) befindet sich ein »Memorandum for the Sigmund Freud Archives«, das von der jüngsten Tochter von »Elisabeth von R.« stammt. Peter Gay hatte Mitte der 80er Jahre als erster Zugang zu dem damals noch gesperrten Dokument, auf Grund dessen er die Patientin als »Ilona Weiss« identifizierte (Gay 1989, S. 87); inzwischen ist der Text online als Scan zugänglich. Er datiert vom 11. Januar 1953 und stammt von der jüngsten Tochter der Patientin. Sie hält Freuds Darstellung der Familienverhältnisse für im Großen und Ganzen korrekt und hebt besonders Freuds lebendige Schilderung der Persönlichkeit ihrer Mutter hervor. Die Ehe ihrer Mutter sei ausgesprochen glücklich gewesen, obwohl sie selbst z. B. eifersüchtig, wenig flexibel und fordernd gewesen sei und sich nicht immer unter Kontrolle hatte. Außerdem sei sie immer irgendwie kränklich gewesen und habe sich zahlreicher Behandlungen unterzogen. Ihre Symptome hätten im wesentlichen ihre Beine betroffen, aber auch andere Körperteile tangiert. Einer ihrer späteren Ärzte hätte sie als »hypochondrisc