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Dekonstruktionen der Tiefe. Eine psychoanalytische Schwerarbeit - so lautet mein Titelvorschlag für jene gesellschaftspolitische und in eins autobiographische Aufgabe des österreichischen Sozialpsychologen Karl Fallend, die dessen über zwanzig Jahre währende Textarbeit zwischen dem Hartgebundenen transzendiert. Unbewusste Zeitgeschichte. Psychoanalyse - Nationalsozialismus - Folgen wird denn auch mehr oder weniger ein Buch gewesen sein. Das Fragment schlägt seiner Archivierung ein kurzzeitiges Schnippchen, und wer dies nicht zum Kalkül erhebt, der weiß ein Lied davon zu singen. Das Tauchen, wird mir mitgeteilt, ist eine Leidenschaft des Autors, doch höre ich bisweilen eine andere.
Zum Inhalt des Buches: Versammelt sind, nebst einem Geleitwort Helmut Dahmers und einem in letzter Minute zum Prolog geronnener Epilog, 19 verstreut publizierte Arbeiten zum Themenfeld, gegliedert in vier Teile zu je drei Abhandlungen respektive zehn Lektüre-Gedanken im Falle des beschließenden vierten Teils. Seine psychoanalytisch geschulten »Forschungsreisen« in den Bereichen sowohl der historischen Quellenarbeit als auch der empirischen Sozialforschung, in denen sich die kritischen Untersuchungen über Sprache, Witz und Antisemitismus gegenseitig durchdringen, hatte Fallend teils alleine, teils gemeinsam mit Kollegen oder Studenten im Rahmen von Projekten und Lehrveranstaltungen unternommen, sorgfältig ausgewertet und schließlich im Sinne jener zweiten Reflexion seines eigenen Erkenntnisinteresses zu »vertiefen« bemüht, welche »die volle Wucht der unbewussten Schwierigkeiten, der Widerstände, der Abwehrmechanismen zutage fördert, die sich einer Aufarbeitung widersetzen« (S. 20 u. 33-34). Indes welche unbewussten Schwierigkeiten?
Am Anfang war die »Heroisierung« eines gewissen Igor Caruso, Psychologieprofessor an der Universität Salzburg, dem es in den 1970er Jahren ebendort gelungen war, eine außergewöhnlich engagierte und inspirierende Institutsabteilung zu etablieren. »Eine historisch-so