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Das ist ein Buch, das man wegen seiner Fülle und Dichte an Informationen nicht adäquat besprechen kann: Sein Inhaltsverzeichnis umfasst 10 Seiten, das Literaturverzeichnis 71 Seiten. Es enthält 98 Tabellen und 5013 Anmerkungen. Dem Rezensenten bleibt lediglich, einen Überblich über die Hauptthemen des Buches zu geben.
Dieses Mammutwerk erinnert inhaltlich an Ulfried Geuters Untersuchung zur Professionalisierung der deutschen Psychologie im Nationalsozialismus1 - nur dass es sich nicht um die deutschen Psychologen und die deutsche Wehrmacht, sondern um amerikanische bzw. immigrierte Psychoanalytiker und amerikanische Militärgeheimdienste handelt.
Das Buch enthält neben Einleitenden Bemerkungen und einem Epilog fünf Kapitel:
I. Anfänge: 1940-1945. Hier findet sich ein Überblich über 17 geheimdienstliche Regierungsbehörden und Organisationen der USA. Franklin D. Roosevelt unterzeichnete am 11. Juli 1941 eine »Executive Order« zur Errichtung eines »ersten zentralisierten US-amerikanischen Geheimdienstes«. Sein Ziel war es, »Gefahren bezüglich eines möglichen Angriffs« zu erkennen, zu analysieren und abzuwehren. Die im Buch erwähnten Psychoanalytiker arbeiteten im Wesentlichen mit dieser Organisation (»Office of Strategic Services« - OSS) und dem »Office of the Coordinator of Information« (OCI) bzw. ihren Nachfolgeorganisationen zusammen.
II. Menschenversuche und Foltermethoden des NS-Regimes. Müller erörtert in diesem Kapitel Menschenversuche und Foltertechniken während der Nazizeit in Deutschland, beschränkt sich aber bei der Darstellung auf Experimente und Foltertechniken, die »ihre Renaissance (nicht zuletzt auch) während der Bush-Administration erlebten« (S. 251).
III. Evolution psychologischer Folterforschung in den USA 1945-1983. Unter den vielen hier abgehandelten Themen wie »Sammlung & Evaluierung internationaler Verhörtechniken«, »KZ-Wissen-stransfer«, »Brainwashing« u.a. findet sich ein Abschnitt unter dem Titel »Die Psychoanalyse im Spiegel von CIA-Dokumenten«. Ei