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Mit dem vorliegenden Sammelband legt die Herausgeberin eine aktuell interpretierte Übersicht zum Rahmenthema vor und zugleich einen Beitrag zum Basiswissen für diesen interdisziplinären Themenbereich. Angesichts der Fülle an interessanten und gedankenreichen Details mag man sich den Band als aufgeklapptes Buch vorstellen, dem sich, auf engstem Raum versammelt, Zusammenhänge und Kontraste entnehmen lassen. Wissensbestände aus Forschung, Lehre und Praxis liest man neu, über unverhoffte Funde staunt man, vergleicht, fügt Entdeckungen in Vertrautes ein. Als Ergebnis der Mühen, den Umfang in Grenzen zu halten und über Lesbarkeit den Wert des Bandes zu unterstreichen, findet man, in drei Kapiteln gegliedert, Zugänge zu wesentlichen Autoren, die Entwicklungstheorien aus psychoanalytischer/ psychodynamischer Sicht verfasst haben. Verfasser der vorgelegten Untersuchungen sind Absolventen, Mitarbeiter und Studierende der Internationalen Psychoanalytischen Universität (IPU). Die Untersuchungen sind Belege für das Verständnis der Verfasser und ergänzen deren Interesse, vorgefundene Texte von Autoren in einer Übersicht darzustellen. Wie haben sich wissenschaftsgeschichtlich die theoretischen und praktischen Ansätze unter verschiedenen Bedingungen bewährt, bzw. verändert, welche Rolle hat kollegiale Diskussion gespielt?
Das erste Kapitel ist Konzepten der Gründungsväter - und Gründungsmütter - zu psychodynamischen/psychoanalytischen Entwicklungstheorien gewidmet: S. Freud, R. Spitz, M. Mahler, A. Freud, M. Klein und D. W. Winnicott. Wenn man sich vorstellt, welch umfangreiches und unterschiedlich pointiertes literarisches Werk die einzelnen Autoren veröffentlicht haben, kann man ermessen, wie die Pflicht zur Begrenzung die Auswahl der einzelnen Beiträge bestimmt hat. Anzuerkennen ist, dass bei unvermeidbaren Übereinstimmungen ein langweiliger sog. Common Ground vermieden worden ist. Ein Beispiel für begrenzt weiterführende Kritik z. B. an R. Spitz ist die Anmerkung über einseitige