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In dem von Ludger Hermanns herausgegebenen Band X »Psychoanalyse in Selbstdarstellungen« hatte Paul Lambert Janssen bereits seine Autobiographie publiziert. Jetzt hat er - zu seinem 80. Geburtstag - über seine berufliche und persönliche Entwicklung in Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und Psychiatrie in einer Weise Rechenschaft abgelegt, die in der bundesrepublikanischen Landschaft ihresgleichen sucht und als Geschenk für den Berufsstand der Psychoanalytiker, Psychotherapeuten und Psychosomatiker angesehen werden kann. Es ist uns bisher kein Pionier der deutschsprachigen Psychosomatik bekannt geworden, der ein solches Projekt in Buchform vorgelegt hat. Insofern handelt es sich nicht nur um eine bemerkenswerte Autobiographie, sondern auch um einen umfassenden Rückblick auf die Geschichte dieser Fachbereiche in der Bundesrepublik zwischen 1960 bis 2017.
Das Buch umfasst zehn Kapitel, beginnend mit »autobiographischen Vorbemerkungen«, »Erfahrungen und Entwicklungen in der stationären Psychotherapie« über »Weiterentwicklung und Neuordnung in der Psychotherapie, Psychoanalyse, Psychiatrie und Psychosomatischen Medizin in der ärztlichen Weiterbildungsordnung«, »Entwicklung des Gebiets und der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und ärztliche Psychotherapie«, »Psychiatrie und Psychoanalyse, Psychosomatische Medizin und Psychoanalyse, Diagnostik und Psychoanalyse«, »Mein Arbeitsmodell für die psychoanalytische und psychotherapeutische Praxis«, »Die Gruppe, die Organisation und die Psychoanalyse«, und endend mit »Die psychoanalytische Ausbildung und die institutionalisierte Psychoanalyse«.
Für den an der sozial- und berufspolitischen Geschichte der letzten Jahrzehnte interessierten Leser könnte jedes Kapitel auch für sich alleine gelesen werden. Und trotzdem gibt es einen Zusammenhang durch den 1937 geborenen Autor, der sich im ersten Satz »mein Motiv, Psychoanalytiker zu werden, hatte etwas damit zu tun, innere Widersprüche im Selbst zu überwinden o