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Eng mit ihm verbundene Kollegen (Lehranalysandin und Stiefsohn des Geehrten) führen mit einem für Stavros Mentzos wichtigen Satz Bertrand Russels (»Das gute Leben ist von Liebe beseelt und von Wissen geleitet«) in Würdigungen des bedeutenden Psychoanalytikers, Lehrstuhlinhabers für Psychosomatische Medizin an der Universität Frankfurt am Main und Psychosen-Psychotherapeuten ein. In ihrer gemeinsam verfassten Einführung würdigen Thilo Maria Naumann und Cornelia Krause-Girth Mentzos' Haltung und Ansätze, sowohl im theoretischen, im klinischen als auch im gesellschaftstheoretischen Bereich, auch würdigen sie ihn als Vorgesetzten und Supervisor.
In einem von Alois Münch zu seinem achtzigsten Geburtstag geführten Interview kommt Mentzos in diesem Buch selbst zu Wort. Ausführlich, durchaus angenehm sich in die entsprechenden geistigen Vorfahren auf der Agora in seiner Heimatstadt einreihend, schildert er seinen Weg als Sohn eines Bäckers und Gymnasiast in Athen über die Philosophie ebenso wie sein Erleben der deutschen Besatzung in Griechenland, eine Zeit des Hungers wie des durchaus gefährlichen Widerstandes im Kleinen. Eindrucksvoll skizziert Mentzos auch den gleich nach dem Rückzug der Deutschen beginnenden griechischen Bürgerkrieg mit dem Sieg der Konservativen und der dadurch verlängerten Pflichtwehrdienstzeit für Ärzte von drei Jahren. Kommunismus wie Christentum schildert er als wichtige Bestandteile seiner eigenen Standpunktfindung. Gleich nach der Militärarzt-Zeit ging er »gelockt« von einem Kommilitonen an die Psychiatrische Universitätsklinik Hamburg, motiviert durch die militärärztliche Erfahrung der häufigen psychosomatischen Erkrankungen, die alles andere als adäquat behandelt wurden. Aus heutiger psychiatriehistorischer Sicht geben Mentzos' Schilderungen seines damaligen Vorgesetzten Hans Bürger-Prinz einerseits eindrucksvolle Hinweise auf dessen Persönlichkeit, biologistische Einstellung und Umgang mit Mitarbeitenden (diese duzen und sich von ihnen siezen