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Sicher wird es den Leser wundern, dass an dieser Stelle die Rezension eines historischen Romans über die Herkunftsfamilie des Autors erscheint. Dass der verfolgte Psychoanalytiker Karl Landauer, Ehemann der Großtante des Autors väterlicherseits, und dessen Schicksal in besonderem Kontrast zur Rolle des mütterlichen Großvaters im politischen Leben Schwedens steht, war die Motivation dafür, diesen Roman zu verfassen.
Die jüdische Familie der väterlichen Seite des Autors stammt aus Deutschland, die der mütterlichen aus Schweden. Der Vater seiner Mutter war in den 30er- und 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts ein führendes Mitglied der schwedischen Nazi-Partei gewesen, in erster Ehe mit einer Jüdin (Großmutter des Autors) verheiratet, die sich 1919 das Leben nahm. Neben dem allgemeinen historischen Wissen nutzt der Autor als Quellen die mündliche Überlieferung in der Familie, Fotos und Briefe, wobei er das Gefühlte, zwischen den Zeilen Geschriebene aufspürt.
Kahn schildert zwei Initialszenen, die ihn auf den Gedanken brachten, das »unwahrscheinliche« Aufeinandertreffen seiner Eltern und die Schicksale ihrer Herkunftsfamilien im Vergleich darzustellen.