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Die prominente Lehranalytikerin der Association Psychanalytique de France beschreibt in der Einführung zu ihrem Buch, wie schnell und umfassend sich sowohl die Alltagssprache als auch die Sprache einiger Psychoanalytiker in der Zeit des Nationalsozialismus anpassten. Sie verweist hierbei auf zahlreiche grundlegende Werke wie Victor Klemperers Lingua Tertii Imperii und Ernst Cassirers Vom Mythus des Staates. »Es wurden nicht nur neue Worte geprägt, sondern die alten Worte wurden mit einem neuen Sinn verwendet« (S. 11). In diesem Kontext erwähnt die Autorin auch Lacans Kritik an der neuen Sprache der US-amerikanischen Ich-Psychologie, die die Psychoanalyse entsexualisiert habe. Das erste Kapitel »La loi hors de la loi« deutet darauf hin, wie sich auch rechtliche Normen und Sicherheiten in einer oft kaum veränderten Sprache komplett änderten. Die Autorin führt hier das Werk des ungarischen Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers Imre Kertész ein, auf das sie noch mehrfach zurückkommt. Das Kapitel »Der Mann Moses oder Bruder Hitler« stellt verschiedene Führungssysteme dar. Herrschaft kann starken ethischen Regeln verpflichtet sein, sie wird aber besonders mit der Überhöhung