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Das ebenso umfang- wie inhaltsreiche Werk spannt einen weiten Bogen von der griechischen Philosophie über die Ansätze Spinozas, Descartes’ und anderer Philosophen hin zu ausführlichen
Schilderungen von Leben und Werk führender Psychoanalytiker, die sich mit Körpertherapie befasst haben, insbesondere Otto Fenichel und Wilhelm Reich, und endet bei ganz tagesaktuellen Fragen dieser Therapieform.
Die ausführlichen Kapitel über philosophische Grundlagen von Plato bis Kant führen in die Körper-Seele-Problematik ein, wobei die Parteinahme des Autors für Körper und Geist methodisch nicht trennende Ansätze deutlich wird. Der flüssige und verständliche Stil vermittelt einen Eindruck von der Bedeutung philosophischer Fragen für die Psychotherapie und weckt das Interesse der Lesenden, die Philosophen im Original nachzulesen, aber auch spezielle philosophiegeschichtliche Werke daraufhin zu studieren. Ob die häufig sehr subjektiven Wertungen des Autors einer entsprechenden Überprüfung standhalten, bleibe dahingestellt. Immerhin fehlen im Literaturverzeichnis wichtige Übersichten wie z. B. von Johannes Hirschberger, Bertrand Russell oder Franz Schupp.
Ähnlich ausführlich und subjektiv zugleich fallen die Kapitel über psychoanalytische Ansätze aus. Freud wird vor allem über seinen Umgang mit Kokain und die Formulierung der Triebtheorie eingeführt, seine jahrzehntelange Auseinandersetzung mit den Phänomenen von Übertragung und Gegenübertragung sowie seine Kulturtheorie finden keine Erwähnung. Als Gründer und Leiter der psychoanalytischen Bewegung kommt er praktisch nur mit seinen für den Rezensenten unstrittigen negativen Seiten zur Sprache. Die vor allem in den Briefwechseln mit Binswanger und Bleuler vertieften Fragen zur Wissenschaftlichkeit der Psychoanalyse werden bedauerlicherweise nicht bearbeitet, obgleich sie sich stringent an die vorangegangenen Kapitel zu philosophischen Grundlagen angeschlossen hätten.
Im engeren Sinne einem Lehrbuch der Körperpsychotherapie angemessen ne