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Editorische Vorbemerkung: Auf der Harzreise des „Komitees“ im September 1921 trug Freud ein Papier über das Thema Psychoanalyse und Telepathie vor. Das Manuskript war Mitte der 1920er Jahre verschollen. Es wurde erst nach Freuds Tod aufgefunden und 1941 in einer redigierten Form publiziert, in der vor allem Details zu den Fällen, die eine Identifizierung der betreffenden Patienten hätten ermöglichen können, unkenntlich gemacht wurden. Zur Geschichte dieses Aufsatzes, zum theoriegeschichtlichen Kontext und zur Forschungsliteratur siehe den Beitrag von R. Skues , in dessen Rahmen die vorliegende Edition gehört.
Im Folgenden wird eine diplomatisch getreue, unkommentierte Transkription des Originals, das lediglich als „Vorbericht“ betitelt und bisher unveröffentlicht ist, nach einem Scan der Library of Congress (Washington) geboten. Eigenheiten der Rechtschreibung und Interpunktion, auch offensichtliche Versehen des Autors sind beibehalten. Alle nachträglichen Zusätze im Manuskript, ob über, in, unter oder vor der Zeile, werden mit „/…/“, Streichungen mit doppelter Durchstreichung wiedergegeben (wobei unlesbare Zeichen als „?“ abgebildet sind). Anstelle von „m“ mit Verdoppelungsstrich, das gelegentlich vorkommt, wird „mm“ geschrieben. Zusätze der Herausgeber zum Text erscheinen in eckiger Klammer. Ebenso die Seitenzahlen, die im Ms., außer bei vier unpaginierten Seiten, mit rotem Stift eingetragen sind.1
Es scheint nicht in unserem Schicksal zu liegen, ruhig am Ausbau unserer Wissenschaft zu arbeiten. Kaum daß wir zwei Angriffe siegreich abgewiesen haben - der eine wollte neuerdings verleugnen, was wir ans Licht gebracht haben, und wies uns anstatt allen Inhalts nur das Motiv der Leugnung, der andere wollte uns beschwatzen, daß wir die Natur dieses Inhalts verkennen und ihn leicht gegen einen anderen vertauschen sollten - kaum also, daß wir uns vor diesen Feinden sicher fühlen, erhebt sich eine neue Gefahr vor uns, diesmal etwas Großartiges, Elementares,