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In den Jahren 1946-1948, vor dem ersten psychoanalytischen IPV-Kongress nach dem Krieg 1949 in Zürich, korrespondierten der Schweizer Psychoanalytiker Gustav Bally (1893-1966) und der deutsche Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich (1908-1982). Sie waren seit 1935 befreundet. Ihr Briefwechsel gibt Einblick in den Wiederaufbau der Psychoanalyse in Deutschland, an dem Mitscherlich maßgeblich beteiligt war: die Gründung der Psyche und der psychosomatischen Klinik in Heidelberg. Zum Ausdruck kommen das Unbehagen an den deutschen politischen Verhältnissen nach dem Krieg und die tägliche Not, das Bedürfnis nach Nahrung und ausländischer Literatur seitens Mitscherlichs. Bally unterstützte ihn mit Lebensmitteln, Büchern, eigenen Beiträgen für die Psyche und Vorträgen in seinem Seminar an der Universität Heidelberg.